Der Traum in Weiß – Traditionen rund um das Brautkleid

Es gibt mittlerweile verschiedenste Stile von Hochzeitskleidern – von klassisch, kurz bis extravagant. Es wird kein Geschmack vernachlässigt. Doch traditionell haben alle Kleider etwas gemeinsam: alle sind weiß. Doch warum ist das Kleid weiß und hört die Tradition schon bei der Farbe auf? Was gehört alles zum kompletten Hochzeitsoutfit? Ich zeige Dir die gängigsten Traditionen rund um das Brautkleid und ihre Bedeutung.

 

Das weiße Hochzeitskleid

Auch wenn Eheschließungen schon seit der Antike vollzogen werden, war das weiße Brautkleid nicht üblich. 1600 machte Maria de Medici den Vortritt und ließ sich für ihre Hochzeit ein eierschalenfarbenes Kleid mit goldenen Ornamenten fertigen. Von da an wurde es im Adel üblich helle bzw. weiße Kleider zu tragen. Die Farbe weiß symbolisiert nämlich Reinheit und Jungfräulichkeit. Erst seit den 1920er wurde das weiße Brautkleid auch in der Mittelschicht zur Tradition. Denn vorher konnten es sich Arbeiter nicht leisten, ein Kleid für die Hochzeit fertigen zu lassen.

 

Etwas Neues – Zeichen für die anbrechende Zukunft

Das Tragen eines neuen Kleidungsstückes symbolisiert den Anfang eines neuen Lebensabschnittes. Denn mit dem Tragen von etwas Neuem zeigst Du, dass Du bereit bist den ankommenden Weg zu gehen. In den letzten 20 Jahren hat sich der Kleidungsstil sehr verändert. Auch ist es üblich geworden, dass sich die Braut ihr eigenes Hochzeitskleid kauft. Immer seltener tragen Bräute das Brautkleid ihrer Mutter. Aber zum Neuen muss nicht nur das Kleid zählen, dazu können auch Schuhe, Dessous oder Accessoires gehören.

 

Etwas Altes – Zeichen für das bisherige Leben

Das Tragen von etwas Alten hat eine Bedeutung für Deine Familie und Freunde. Du bist bereit den neuen Lebensabschnitt zu beginnen, aber das heißt nicht, dass Du Deinen bisherigen Weg abschneidest. Mit dem Symbol etwas Altes zu tragen, zeigst Du, dass Du für Freunde immer da bist und Teil Deiner Familie bleibst.

 

Etwas Geliehenes – Zeichen des guten Wunschs

Bei diesem Brauch „leiht“ man sich das Glück einer glücklichen Braut aus. Dieses Glück soll dann natürlich auf die Ehe übertragen werden und auch den guten Wunsch der Bräute für die eigene Ehe zeigen.

 

Etwas Blaues – Zeichen der ewigen Treue

Dieser Brauch kommt aus der Antike. Damals trug die Braut ein blaues Gewand. Die Farbe Blau steht für Reinheit und Treue gegenüber dem Mann.

Mittlerweile braucht man das Strumpfband nicht mehr um die Strümpfe zu halten, aber es hat sich als traditionelles Accessoire gehalten, auf das kaum eine Braut mehr verzichten möchte. Das Strumpfband ist meistens in der Farbe Blau.

 

Der Schleier – Zeichen der Reinheit

Die Geschichte des Schleiers beginnt noch vor dem Brautkleid. Er hatte damals verschiedene Bedeutungen, aber hauptsächlich symbolisiert er die Jungfräulichkeit und Reinheit, schützt aber auch vor dem Bösen beim Eintritt in den neuen Lebensabschnitt.

 

Pfennige für die Schuhe

Früher war es üblich, dass der Brautvater für alle Kosten rund um die Hochzeit aufkam. Er entschied ja auch, wann und wen seine Tochter heiraten soll.

Das hat sich jetzt natürlich geändert, denn selbst ist die Frau! Dennoch ist ein Brauch geblieben – und zwar zahlt die Braut ihre Hochzeitsschuhe selbst. Sie sammelte dafür schon Jahre vor der Hochzeit Pfennige, um dem Bräutigam zu zeigen, dass sie sparsam ist. Das versprach ihnen sorgloses finanzielles Glück.

 

 

Deine Betty.

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